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- Drei Fragen an... Jacques
Gaillot
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- Angesichts des Terrors ist die
Sicherheit in unserem Alltag zu einem zentralen Anliegen geworden.
Der Stellenwert der Sicherheitsüberlegungen nimmt immer
größeren Raum ein. Steht zu befürchten, dass
die Menschen von morgen total unter Kontrolle sind?
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- Die Entwicklung geht in diese Richtung.
Und durch die neuen Technologien wird diese Tendenz zusätzlich
noch beschleunigt. Im Flugzeug, in den Banken im Supermarkt werden
persönliche Daten gesammelt ... Es gibt die Versuche, die
Bevölkerung nach genetischen Gesichtspunkten zu registrieren.
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Von den in einigen Städten allgegenwärtigen
Videokameras ganz zu schweigen. Wir bewegen uns auf die überwachte
Gesellschaft zu. Die Sicherheit geht auf Kosten unserer individuellen
Freiheiten.
Die öffentliche Meinung reagiert nicht, denn sie fordert
ja eine maximale Sicherheit. |

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- In Frankreich ist Nicolas Hulot
zur herausragendsten Persönlichkeit im Bereich des Umweltschutzes
geworden. Er wird nicht müde, die Politiker aufzurütteln
und ihnen klar zu machen, dass der Menschheit eine große
Gefahr droht. Was können die einfachen Bürger tun?
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Ihren Lebensstil ändern. Wir sind
an die Konsumgewohnheiten der reichen Länder gewöhnt.
Wir sind dazu aufgerufen, weniger zu konsumieren, anders zu leben.
Das betrifft die Mobilität, die Ernährung, die Abfallbewirtschaftung,
den Energieverbrauch, die Verschwendung ganz allgemein, die Achtung
vor der Natur ... Eine Gesinnungsänderung ist im Gange.
Es ist dringend. Wenn wir nichts tun, wird es auf einmal zu spät
sein. |
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- Die israelischen Angriffe auf
die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen häufen
sich. Wird da nicht der Wille sichtbar, die nationale Einheit
des palästinensischen Volkes zu brechen?
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Sicher. Man hofft, der rechte Flügel
der Fatah werde sich gegen die Hamas-Regierung erheben und so
einen Bürgerkrieg entfachen. Alle Voraussetzungen dazu sind
vorhanden, auch und vor allem die gegen das palästinensische
Volk verhängte Blockade. |
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- Die Wirtschaft wird lahm gelegt.
Durch interne Konflikte hat es Tote gegeben. Aber der Hass auf
den Besetzer ist immer noch groß und die nationale Einheit
bleibt ein bestimmender Faktor.
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